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Und Linus so: 80-Zeichen-Zeilenlänge-Limits in Code sind obsolet. Wir sind nicht mehr in den 80ern, unsere Variablen sind länger als 2–3 Zeichen, und das ist auch gut so. lkml.iu.edu/hypermail/linux/ke

Valider Punkt. RT wer schon mal dem Linter zuliebe Code unleserlicher gemacht hat.

@scy Hab noch nie Code gesehen, dessen Leserlichkeit davon abhing, mehr als 80 Zeichen breit sein zu können.

@scy
Hatten mal eine heftige Teamdiskussion über die Zeilenlänge. Argument eines Kollegen war die Lesbarkeit von GitHub PullRequest und Diffs, die auch auf 80 Zeichen ausgelegt sind.

@scy Counterpoint: Zeilenlimits sind praktisch wenn man mehrere Fenster mit Code nebeneinander haben will. Horizontales scrollen ist nervig.

Ausserdem machen lange Namen code unleserlich. 4 Tricks mit denen auch Java Programmierer ihre Namen auf unter 80 Zeichen kriegen: journal.stuffwithstuff.com/201

@crazywater @scy mir stoßen immer (manuelle) Zeilenbrüche auf, damit ein Statement über mehrere Zeilen geht.
Macht den Code oft schwieriger zu lesen.
Und meist oft nur wegen der 80 Zeichen.

@scy Mein Argumente für 80 Zeichen ist, dass nahezu jede Braillezeile 80 Zeichen hat. Zeilen mit mehr Zeichen gehen im Preis sehr schnell nach oben.
Hat für mich etwas mit Minderheiten (be)achten zu tun.

@txt_file Bestes Argument für 80 Zeichen, das ich jemals gelesen habe. Danke für das Feedback!

@scy Eins frage ich mich dabei aber sehr: Wie viele Zeilen haben 80 Zeichen, weil die meisten Zeilen 80 Zeichen haben?

Ja, jedes einzelne Zeichen einer Braillezeile ist kompliziert. Ja, mehr Zeicher heißt mehr Aufwand.
Aber Sehende bekommen mittlerweile 4k Auflösung auf ihr <20 cm Displaydiagonale, was auch mehr Aufwand ist, als eine geringere Auflösung.

Oder ist 80 Zeichen einfach eine gute Breite, dass ich am Ende der Zeile noch weiß, was am Anfang stand? Bücher sind bisher auch …

@scy eher hoch als breit.

Warum waren die ersten Monitore genau 80 Zeichen breit? Wer hat sich das warum ausgedacht?

@txt_file Ich hab der Frage mal hinterhergegoogelt. Die beste Antwort scheint mir zu sein: Weil IBM-Lochkarten 80 Spalten hatten. retrocomputing.stackexchange.c Aber ja, abgesehen davon gibt es noch ergonomische Aspekte. Ab einer gewissen Zeilenlänge (abhängig von der Erfahrenheit der Lesenden) wird das Lesen schwieriger, u.a. weil das korrekte Springen zum Anfang der nächsten Zeile aufwendiger wird. en.wikipedia.org/wiki/Line_len bietet ne gute Einführung.

@txt_file Aber da kommt dann bei mir jetzt wiederum die Frage auf: Die blinden Menschen, die ich kenne, benutzen im Alltag üblicherweise akustische Screenreader. Aber deren Alltag ist auch nicht unbedingt Programmieren. Hast du Wissen darüber, wie blinde Menschen programmieren oder die Shell nutzen? Ich kann mir vorstellen, dass Braille da einfacher oder praktikabler ist als Screenreader.

@scy Ich hatte eine Zeit lange einen blinden Kollegen, der programmiert hat. Er hatte Kopfthörer für den Screenreader, aber hat auch viel über die Braillezeile gemacht.

Mach mal ein Selbstexperiment und lass dir Quelltext vorlesen. Am besten von einer natürlichen Person.

Soweit ich das damals verstanden habe: Fließtext geht über Screenreader gut, aber alles was eher Daten sind (Tabellen, Quelltext, …), ist über Braille besser.

@scy Die IBM-Lochkarten werfen wieder die Frage auf, warum die wiederum 80 Zeichen hatten. Aber ich glaube endet mehr oder weniger in einer Endlosschleife.
Bisher klingt es für mich nach "es ist so, weil es so ist".
Wenn es "nur" ökonomische Gründe für 80 Zeichen Braillezeilen gibt, dann finde ich ein Brechen dieser Gründe positiv. Mehr verkaufte 120 Zeichen Zeilen → geningere Preise & besseres Lesen für alle. (Wenn 120 Zeichen sich gut mit Braille lesen lassen.)

Lassen sich 120 Zeichen breite Braillezeilen besser lesen als 80 Zeichen breite?
Wie breit sind Bücher üblicherweise in Braille?
#braille #blind

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