Eventuell brauche ich demnächst nen neuen leistungsstarken Rechner und eventuell hasse ich die Cryptokasper gerade noch mehr als sonst.

Ich probier jetzt mal aus, ob Gaming in der Cloud was taugt. Weil’s dort ne vollwertige Windows-VM gibt (die ich prinzipiell auch für andere Dinge als Spiele benutzen könnte), ist der erste Kandidat Paperspace. $10/mo plus $0.1/h. Mal Guild Wars 2 installieren.

Sorry, der Preis in dem Tweet ist Quatsch. $0.78/h. Der Monatspreis ist für den Storage und fällt in jedem Fall an, der Stundenpreis für die VM, und die kostet nur während der Benutzung.

Ok, sowohl beim Webzugriff via Firefox oder Chrome als auch über die „native“ Client-App für Windows (gefühlt ist das auch nur Electron) hab ich spürbaren Input-Lag (Ping zu Paperspace ist ca. 25 ms) als auch Ton asynchron zum Bild (letzters nur im Spiel, nicht z.B. auf YouTube).

Ich hab jetzt mal Parsec als Client-Software probiert statt die Paperspace-eigene. Input-Lag ist _deutlich_ besser, Bild/Ton-Synchron auch. Es fängt an, sich ziemlich brauchbar anzufühlen. Als nächstes mal testen, wie gut ein Raspberry Pi 4 als Client funktioniert?

Dank GW2Efficiency hab ich Daily-Playtime-Statistiken und kann abschätzen, dass ich für ca. $45/mo zocken würde (nur GW2 betrachtet). Das entspricht ca. einem okayen Gaminglaptop alle 5 Jahre. Mein aktuelles Razer Blade (2017) wirkt aktuell nicht so, als wolle es so lange leben.

Okay, mit nem Raspberry Pi 4 kriege ich die native Parsec-App nicht zum Laufen. Auf der Parsec-Website wird auch nur der Pi 3 als kompatibel angegeben, vielleicht liegt’s an dem 64-bit-Foo des Pi 4. Die Webapp in Chromium peakt bei 3 fps. Die Paperspace-App gibt’s nicht für ARM.

Habe jetzt alternativ ne etwas betagte Intel-N3700-NUC mit Ubuntu ausprobiert. Da funktioniert in Parsec das Hardware-H.264-Decoding nicht. Das ist aber ein Linux-Konfigurationsproblem und tendenziell fixbar. Alternativ könnte ich den Softwaredecoder (>50% CPU-Last) nehmen.

Software-Decoder ausprobiert. Ist leider auch keine Option. Anscheinend macht Parsec keine Framedrops. Wenn das Decoding länger als Echtzeit dauert, läuft der Videostream einfach langsamer ab und wird ziemlich laggy.

Das ist doch alles Mist. :(

Aha! NUC auf Ubuntu 18.04 (die von Parsec offiziell supportete Version) downgegradet, schon funktioniert der Game-Stream mit 1080p60, synchronem Bild/Ton und vernachlässigbarer Latenz. Nice! Dafür hab ich jetzt Glitches um den Mauszeiger rum, aber das ist wohl ein Ubuntu-Bug.

Morgen (also, wenn ich geschlafen habe) probier ich mal noch Ubuntu 20.04 aus, vielleicht ist das die goldene Mitte, bei der sowohl Hardware-Videodecoding als auch der Mauszeiger funktionieren. 😬

Ich habe auch mal ausprobiert, Parsec auf Fedora zum Laufen zu kriegen. Nicht trivial, weil es die Software nur als .deb gibt. Aber: Es gibt ein Flatpak! flathub.org/apps/details/com.p Das hat auch keine Grafikfehler und nix, und das proprietäre Parsec ist auch gleich gesandboxt.

@scy ansonsten ist .deb auch mittels "ar x foo.deb; tar xzf data.tar.gz" entpackbar. Binärkompatibilität vorausgesetzt natürlich… (bzw., ist das bei Flatpak anders?)

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@daniel_bohrer Ich könnte auch „alien“ nehmen, um das .deb in ein .rpm zu konvertieren, aber beides fällt imho unter mein ursprüngliches „nicht trivial“. Außerdem hat Flatpak (wie Snap auch) den Vorteil, dass proprietärer Kram in ner isolierten Sandbox läuft.

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